DESY
Integriertes Technologie- und Gründerzentrum
ITGZ II



In der Riege der Themen für die Entwicklung der Science City soll das ITGZ den Bereich Innovation besetzen. Die zentrale Idee für das Gebäude ist der Transfer von Innovationen aus der Wissenschaft in die Gesellschaft. Diese Botschaft soll der Entwurf nach außen tragen. Die Anmutung des Gebäudes im Stadtraum ist nicht die eines Bürogebäudes. Es soll die Forschung, das Neue, das Konzeptionelle als Ansatz atmen und den Betrachter, den Nutzer und den Besucher interessiert stimmen und aufmerksam machen. Das Gebäude ist ein Zeichen, wenn nicht ein Ausrufezeichen für die Innovation, dass bewusst nicht alles auf den ersten Blick von seinem Inneren freigibt.   






Lageplan

Die große freie Treppe an der Hauptfassade zur Elbgaustraße hin ist das kommunikative Bindeglied, dass alle Geschosse und alle Nutzer miteinander verbindet. Prominent an der Hauptfassade gelegen zeigt es innen wie außen nicht nur wie das Gebäude organisiert ist, sondern auch den offenen Charakter des Innovationszentrums. Das Herzstück des Zentrums sind nicht die Räume und die Technik sondern ihre Nutzer. In einem terrassenartig geformten Raumkontinuum entwickelt sich diese Zone vom EG mit angeschlossenem Foyer bis in das 3. OG an die Südwestfassade zur Luruper Hauptstraße.  Der Austausch zwischen den Unternehmen und deren Mitarbeitern wird durch die zentralen Flächen an der Treppe mit angegliedertem Seminar und Besprechungsbereichen gefördert.



So entsteht ein architektonisch hochwertiger Gemeinschaftsraum, der, da hochfrequentiert, zu zufälligen wie geplanten Treffen einlädt. Er ist die Bühne des Gebäudes, hier gibt es ein Sehen und Gesehen werden, Besucher treffen Nutzer, kleinteilige angeschlossene offene und geschlossene Besprechungszonen laden unkompliziert zum Austausch ein. Dadurch, dass diese natürlich belichtete Sozial- und Kommunikationszone fast wie nebenbei auch eine Vertikalerschließung des Gebäudes bietet und am ringförmigen Flur für alle Büros und Gebäude liegt, bildet sie die Hauptaorta des Gebäudes. Hier werden alle wichtigen Themen kommuniziert, Neuigkeiten ausgetauscht, Verabredungen getroffen. Dieser Bereich funktioniert als eigener Brandabschnitt und ist keine notwendige Treppe. Er ist brandschutztechnisch getrennt von den Geschossebenen und deren Nutzugseinheiten mit angeschlossenen notwendigen Treppenhäusern.



1 | Labore/Werkstätten und Büros – Unterschiede im Bedarf nach natürlicher Belichtung
2 | Labore/ Werkstätten im Kern, Büros als umhüllende Schichten der Fassade
3| Erschließung und Kommunikationszone an der Hauptfassade
4| Einheitliche Gebäudehülle
Baudaten
 
Neubau
Ort: Hamburg  
Planungszeit 2022 - 
Bauzeit: voraussichtlich 2024 - 2025
Bauherr: DESY
In ARGE mit Trapez Architektur









Besprechungsräume im 2.OG mit
alternativer Nutzung als Veranstaltungsraum

Geschossübergreifende Kommunikationszone (Foyer und Sozialräume) mit Freitreppen


Geschossübergreifende Kommunikationszone
(Foyer und Sozialräume) mit Freitreppen




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